Elgato Game Capture HD Unboxing & erster Eindruck


Let’s Play Videos auf youtube kommen immer mehr in Mode, wodurch ein wachsender Markt entstanden ist, der es ermöglicht, bereits mit kleinem Geldbeutel und geringem technischen Sachverstand HD-Videos von seinen Lieblingsspielen aufzunehmen und zu kommentieren.
Schon früher kam ich auf die Idee, Retrogames für Dreamcast, N64 & co. aufzunehmen. Erst mit einer TV-Karte und dann mit einem günstigen TV-Grabber USB-Stick. Den günstigen Grabber bekam ich gar nicht zum Laufen und bei der TV-Karte bestand das Problem darin, dass das auf dem PC aufgenommene Bild zeitverzögert angezeigt wird.

Da das Game Capture HD (GC HD) von Elgato vielerorts gut bewertet und empfohlen wird, wollte ich es mal selber ausprobieren. Hier zunächst zwei Bilder des Unboxing:

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Die kleine Box ist gerade mal so groß wie ein Samsung S3 und wird an den PC mit USB 2.0 angeschlossen, worüber es auch seinen Strom bezieht. Neben dem USB-Kabel liegt noch ein kurzes HDMI-Kabel bei, ein Adapterkabel für Komponentenanschluss und ein PS3-Kabel, das letztendlich auch ein Komponentensignal liefert. Denn während die Xbox 360 problemlos direkt über HDMI angeschlossen werden kann, ist das HDMI-Signal der PS3 mit HDCP verschlüsselt. So bekommt man zwar noch eine 720p-Aufnahme zu stande, aber bei der Xbox 360 sind sogar 1080i Aufnahmen möglich.
Um PS3-Games mit dem Elgato GC HD aufzunehmen, muss man vorher im Konsolenmenü die Videoausgabe auf Komponentenanschluss umstellen.
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Der erste Test, bei dem ich Material von der Xbox 360 aufgenommen habe, hat mich bereits sehr überzeugt. Über die Elgato Software (muss herunter geladen werden) kann die Qualität der Aufnahme, die Auflösung und diverse Parameter wie Helligkeit, Sättigung etc. festlgelegt werden. Es ist also möglich, in 1080p am Monitor / Fernseher zu spielen und dabei in 720p aufzunehmen. Die Aufnahme wir in Form eines Transport-Stream (ts-Datei), der in H.264 encoded ist, auf der Festplatte abgelegt, woraus die Elgato-Software auf Wunsch eine mp4-Datei erstellt, die qualitativ unverändert ist. Da die von Elgato erzeugten Dateien recht groß sind, empfiehlt es sich, sie zunächst in bestmöglicher Qualität aufzunehmen und anschließend mit dem x264-Codec und dem Tool MeGUI noch einmal umzukodieren, zumal Youtube die hochgeladenen Videos auch noch mal umkodiert.

Eine erste Aufnahme habe ich hier hoch geladen:

Die Hardwareanforderungen sind laut Elgato wie folgt:

Mac:
• OS X 10.7, 10.8 or later
• 2.0 Ghz (or higher) Intel Core 2 Duo CPU, or 2.0 Ghz (or higher) multi-core i3, i5 or i7 CPU
• 4GB Total Installed RAM (or higher)
• Built-in USB 2.0 port

Windows:
• Windows 7, Windows 8 or later
• 2.0 Ghz (or higher) dual core CPU, or 2.0 Ghz (or higher) multi-core i3, i5 or i7 CPU
• Sound card
• 4GB Total Installed RAM (or higher)
• Built-in USB 2.0 port

Auf meinem Notebook mit Intel Core i5 (4 Kerne, 2,5 GHz) und 6GB RAM lief es ohne Probleme.

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Da bei mir vor vornherein das Interesse eher im Aufnehmen von Retro-Spielen lag, musste ich mir noch das rechts zu sehende Adapterkabel kaufen, das den Anschluss von Composite und S-Video Kabeln ermöglicht. Composite könnte man auch über den beiliegenden Komponenten-Adapter anschließen, aber S-Video liefert die bessere Bildqualität. Kostenpunkt für den Adapter waren 15,- € (inkl. Versand). Für eine RGB- oder VGA-Videoquelle gibt es leider keinen Adapter, wodurch man z.B. vom Sega Dreamcast kein qualitativ hochwertiges Videosignal rein bekommt, ohne weitere teure Adapter zu kaufen. Schade! 😦
Für alle anderen Retro-Konsolen stehen aber entweder S-Video- oder Komponentenkabel zur Verfügung.

Der erste Eindruck ist durchweg positiv 🙂 Sowohl Handhabung, Software und Videoqualität überzeugen und tun genau das, was sie tun sollten. Ich werde demnächst mal ein paar alte Konsolen entstauben und das Elgato Game Capture HD auf seine Retrotauglichkeit prüfen.

Update 1 (27-12-2013):

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Entgegen meiner ersten Befürchtung ist es über einen kleinen Umweg doch möglich, Dreamcast-Spiele mit S-Video aufzunehmen. Entweder direkt mit einem S-Video-Kabel (habe ich nur in USA gefunden & alle außer das von Interact sollen schlechte Qualität haben) oder mit Hilfe einer VGA-Box. Ich besitze die links zu sehende Box von Blaze, die neben der originalen von Sega die beste Qualität bietet. Sobald ich das benötigte S-Video zu S-Video Kabel bekomme, kann ich einen ersten Test durchführen.
Ich plane im Übrigen ein Let’s Play Projekt zu Goldeneye für das N64. Die ersten Testaufnahmen mit S-Video sahen sehr vielversprechend aus 🙂

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